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Begrüßung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Ralf Wiealnd anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Checkpoint-Charlie-Stiftung

11.09.2014 11:30, Plenarsaal

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- Es gilt das gesprochene Wort -

Ja, lieber Alexander Longolius, ja, - liebe Gäste, -  es ist richtig. Wir befinden uns hier in dem Saal, in dem am 5. Mai 1994 in der 66. Sitzung der 12. Wahlperiode  des Abgeordnetenhauses von Berlin auf Antrag aller Fraktionen im Rahmen der Beratungen um den Nachtragshaushalt 1994 das Kapitel der Senatskanzlei um den neu einzurichtenden Titel: „Errichtung einer Freundschaftsinitiative Berlin-USA“  aufgestockt wurde. Die Ausgaben wurden mit zehn Millionen DM veranschlagt. Die Checkpoint-Charlie-Stiftung ist also, das können wir mit Fug und Recht sagen, unser Kind.

Seither sind zwanzig Jahre ins Land gegangen - zwanzig Jahre, in denen aus der Freundschaftsinitiative Berlin-USA eine veritable Stiftung geworden ist. Das heutige Jubiläum wird  deswegen absolut zu Recht hier im Parlament  begangen.

Und wir schauen nicht ohne Stolz auf die Entwicklung der Checkpoint-Charlie-Stiftung. Die Intention, die die damaligen Abgeordneten hatten, nämlich die nachhaltige Pflege der deutsch-amerikanischen Freundschaft zwischen dem wiedervereinigten Berlin und den USA, kann als sehr gelungen angesehen werden. Das belegen mehr als 620 bilaterale Projekte eindrucksvoll.

Als die Stiftung gegründet wurde, war die einstige Besatzungsmacht USA längst über eine Schutzmacht hinaus zu einer befreundeten Nation geworden.  Die Checkpoint-Charlie-Stiftung hat über zwei Jahrzehnte hinweg mit dazu beigetragen, diese enge Verbundenheit  weiter zu pflegen und mit Leben zu erfüllen. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich den Mitgliedern des Vorstands und des Kuratoriums für ihre engagierte Arbeit danken. Über all die Jahre hin war das Abgeordnetenhaus von Berlin immer gerne Gastgeber für Veranstaltungen oder Empfänge der Stiftung.

Die deutsch-amerikanische Freundschaft gestaltete sich nicht immer einfach. Es gab politische Differenzen, divergierende Auffassungen um den jeweils richtigen Weg. Aber solcherlei Belastungsproben gehören zu einer Freundschaft nun einmal dazu.

Die deutsch-amerikanische Freundschaft  war und ist mehr als nur ein sicherheitspolitisches Zweckbündnis. Unsere Freundschaft beruht auf gemeinsamen Werten und Interessen, auf  Demokratie und  Rechtsstaatlichkeit.  Unser  gemeinsames  Ideal  ist das Leben freier Menschen in einer freien Welt. Aber wenn ich mich in der Welt umschaue, scheint das noch ein sehr langer Weg zu sein.

1994 – im Gründungsjahr – hatten die amerikanischen Truppen nach 49 Jahren West-Berlin verlassen. In dieser Zeit konnten sich die Berlinerinnen und Berliner immer auf sie verlassen. Ohne die USA und die anderen westalliierten Schutzmächte hätte West-Berlin wohl nicht überleben können, ohne sie hätte es ein wiedervereinigtes Berlin nicht gegeben. Der britische Publizist Timothy Garton Ash schreibt, der 9. November 1989 markiere faktisch das Ende des kurzen 20.Jahrhunderts. Der 11. September 2001, als die Zwillingstürme in New York fielen, markiere den eigentlichen Beginn des 21.Jahrhunderts. Die Botschaft, die mit diesem Datum verbunden ist, hat in furchterregender und bedrohlicher Weise ausgestrahlt. Wir gedenken auch heute den vielen Opfern des grausamen Terroranschlages.

Leider vergeht kein Tag, an dem nicht  in den Medien von unmenschlichen Gräueltaten und perfiden Terrorakten berichtet wird.  Umso wichtiger ist die transatlantische Partnerschaft mit den USA.

Freundschaft braucht Symbole: Die Checkpoint Charlie Stiftung ist in besonderer Weise Sinnbild für Berlins Verbundenheit, unsere Dankbarkeit und unsere Freundschaft zu den USA. Ich wünsche der Stiftung für die Zukunft  weiterhin  eine glückliche Hand.

Ich danke Ihnen.

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