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Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland und in Berlin

29.05.2008, Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenum

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Walter Momper
08.06.2006, Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenum

Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, begrüßt die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland und in Berlin am 8. Juni 2006 im Plenum des Abgeordnetenhauses

- Es gilt das gesprochene Wort -

Morgen beginnt mit dem Eröffnungsspiel Deutschland : Costa Rica die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Am Vortag dieses großartigen Ereignisses, das Milliarden Menschen in aller Welt in seinen Bann ziehen wird, heißen wir alle Besucher und Gäste, die zu uns nach Berlin gekommen sind und kommen werden, herzlich Willkommen.

Das Motto der Fußball-Weltmeisterschaft "Die Welt zu Gast bei Freunden" ist für uns alle und für unsere Stadt eine Herausforderung und eine Verpflichtung zugleich.

Auf Straßen und Plätzen, in Museen und Kinos, in Kaufhäusern und Parks, überall sehen wir: Berlin hat sich für dieses globale Sportereignis herausgeputzt. Fußball ist nicht nur eine globale Sportart, sie ist eine Sportart, die die Menschen verbindet. Fußball überwindet soziale, kulturelle und politische Schranken und schafft Begegnungsorte, die ohne den runden Ball nicht zu Stande gekommen wären. Fußball überbrückt kulturelle und religiöse Gegensätze. Kampf und Erfolg, Sieg und Niederlage können eine verbindende Erfahrung sein. Bei allem Wettbewerb und auch gelegentlicher Härte des Wettbewerbs führt der Sport zusammen.

Sport ist multi-kulturell und Berlin ist eine multikulturelle und multireligiöse Stadt. Berlin ist weltoffen und tolerant. Wir freuen uns auf die Fußballspieler und auf die Gäste aus aller Welt und sagen ihnen: Herzlich willkommen in unserer Stadt Berlin. Die Weltsprache Fußball wird das verbindende Element bei dieser riesigen Fußballparty sein. Wir freuen uns auf spannenden Sport, viele Tore und friedliche und begeisterte Fans.

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist nicht nur das weltweit größte Sportereignis des Jahres 2006, es ist, um mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zu sprechen: "...ein Ereignis, über das jeder auf diesem Planeten reden wird." So ist die Fußball-Weltmeisterschaft für Berlin eine einzigartige Chance, der Welt zu zeigen, worauf wir stolz sind. Das wiedervereinigte Berlin ist ein Symbol der Freiheit. Freiheit, Demokratie und Toleranz sind unsere Werte, für die wir einstehen und für die wir kämpfen.

Es stimmt: Nicht alle in unserem Land denken so. Eine Minderheit ist in den letzten Jahren letzten Jahren mit rechtsextremistisch und fremdenfeindlich motivierten Vorfällen aufgefallen. Auch die Gewaltbereitschaft dieser Gruppen ist erschreckend gestiegen. Solche Vorkommnisse sind schwerwiegend. Aber Berlin und die ganz große Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner wird alle Anstrengungen unternehmen, um die Ursachen von Rassismus und Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft zu bekämpfen. Und zwar bekämpfen mit den legalen Mitteln des wehrhaften Rechtsstaates und mit dem bürgerschaftlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger gegen Rechtsradikalismus und Gewalt. So wie es in den letzten Jahren immer wieder und zunehmend geschehen ist.

Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit darf in Berlin keinen Platz haben, jetzt bei der Fußballweltmeisterschaft nicht und sonst auch nicht. Unterstützung erhalten wir während der Fußball-Weltmeisterschaft vom Weltfußballverband. Die FIFA hat beschlossen, bei jedem Spiel eine Botschaft gegen Rassismus auszusenden. Das ist sehr zu begrüßen. Aber der Sport selbst ist das beste Mittel um Vorurteile abzubauen und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Religion einander näher zu bringen.

Berlin ist eine Sportstadt. Die Stadt hat 1.500 Sportstätten und rund 1.900 Vereine. Über 525.000 Sportlerinnen und Sportler sind in diesen Vereinen organisiert. Das ist beachtlich. Sport fördert die soziale Integration. Damit leisten unsere Sportvereine eine wichtige gesellschaftspolitische Arbeit. Man sieht: Der Sport ist bei uns gut zuhause.

Wir freuen uns auf unsere Besucher aus aller Welt und hoffen, dass sie sich bei uns wohl fühlen werden.

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