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Gedenkwort für die verstorbene Abgeordnete und Vizepräsidentin Inge Frohnert

31.01.2013, Abgeordnetenhaus

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In der vergangenen Woche, am Montag, starb die langjährige Berliner Abgeordnete und Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Inge Frohnert. Noch im letzten Sommer war sie hier im Plenarsaal als das Senioren-Parlament stattfand. Mit Inge Frohnert haben wir eine profilierte Sozialpolitikerin verloren, die sich bis zum Ende ihres Lebens gesellschaftlich engagierte, in den letzten Jahrzehnten vor allem in der Seniorenpolitik.

Geboren wurde Inge Frohnert am 23. März 1924 im ostpreußischen Domnau. Nach dem Besuch der Realschule und der Höheren Handelsschule kam sie1942 über Königsberg nach Berlin, wo sie recht schnell nach dem Kriegsende im Jahr 1946 eine Anstellung im Öffentlichen Dienst fand. 1955 wurde Inge Frohnert Beamtin beim Senator für Finanzen. Als sie 1981 für die SPD in das Abgeordnetenhaus von Berlin einzog, schied Inge Frohnert gleichzeitig aus dem aktiven Dienst, zuletzt als Senatsrätin, aus. Ebenso beendete sie ihr engagiertes Wirken in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau, der sie von 1976 bis 1981 angehörte.

Die Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit im Abgeordnetenhaus waren bis 1991, dem Jahr ihres Ausscheidens, die Gesundheits- und Sozialpolitik. Insbesondere für die Belange älterer und behinderter Menschen setzte sie sich ein, war Mitglied im Petitionsausschuss. Hier ging es ihr vor allem um die Interessen der Ausländer und Asylbewerber. Vom April 1990 bis Januar 1991 amtierte Inge Frohnert in unserem Parlament als Vizepräsidentin.

Als Inge Frohnert 1991 aus dem Abgeordnetenhaus ausschied, initiierte sie das sogenannte Berliner Senioren-Parlament, das alljährlich in diesem Plenarsaal im Rahmen der Berliner Seniorenwoche stattfindet. Im Arbeitskreis der Berliner Senioren war Inge Frohnert von Anfang an seit 1984 dabei. Dabei lagen ihr die Gründung von Seniorenvertretungen in den Bezirken, aber auch auf Landesebene besonders am Herzen. Doch auch auf der europäischen Ebene wirkte sie an der Interessenvertretung der Senioren mit. Jahrelang war Inge Frohnert Vize-Präsidentin der EURAG – der Europäischen Föderation der Älteren.

Inge Frohnert war nicht nur engagiert. Sie war darüber hinaus auch sehr beliebt und geschätzt. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen davon. So erhielt sie 2002 den Verdienstorden des Landes Berlin. Und als besondere Anerkennung wurde ihr 2008 die Würde einer Stadtältesten zuteil. Zudem war sie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Auch in der SPD, deren Mitglied sie seit 1967 war, machte sich Inge Frohnert stark für die Interessen und Rechte der älteren Menschen. In der Arbeitsgemeinschaft der Senioren in der SPD – der AG 60 plus - war sie Vorsitzende von 1994 bis 2002. Inge Frohnerts sozialpolitisches Engagement in Berlin wird unvergessen bleiben.

Der politische Leitspruch von Inge Frohnert war: „Politik für die Älteren muss Politik mit den Älteren sein“. Wir werden ihn weiterhin beherzigen.

Wir trauern mit ihrer Tochter und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

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