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Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Ralf Wieland zum Tod von Alexander Longolius

18.02.2016 11:00, Plenarsaal

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Ich möchte Sie bitten, sich von den Plätzen zu erheben.

Am 31. Januar – seinem Todestag - erreichte uns die Nachricht, dass der langjährige Abgeordnete und ehemalige Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Alexander Longolius gestorben sei.

Alexander Longolius wurde am 30. Dezember 1935 in Berlin geboren. Nach dem Abitur 1954 studierte er an der Hochschule für Politik und an der Freien Universität Politologie, Geschichte und Anglistik. 1958 schloss er das Studium ab und arbeitete  zunächst als Lehrer, übernahm dann 1967 die Leitung des Besucherdienstes im Berliner Bundeshaus. 1970 ging  er als Leiter zur Volkshochschule Charlottenburg, wechselte dann aber 1973 als Referatsleiter zum Bevollmächtigten der Bundesregierung in Berlin. Diese Tätigkeit übte er bis 1988 aus.

Politisch war Alexander Longolius seit 1963 in der Berliner SPD aktiv. Mit der Berliner Wahl 1975 wurde er erstmals in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt, dem er bis 1989 angehörte.1990 kehrte er für eine Wahlperiode ins Abgeordnetenhaus zurück, schied jedoch 1995 endgültig aus dem Parlament aus. Während seiner Abgeordnetentätigkeit übte er verschiedene Funktionen aus. So war er 1981 kurzfristig Vorsitzender der SPD-Fraktion und anschließend bis 1989 Vizepräsident des Abgeordnetenhauses.

Mit Alexander Longolius verliert Berlin einen Politiker, der sich um das Verhältnis zwischen Berlin und den USA sehr verdient gemacht hat. Dafür steht sein Engagement in der Initiative Berlin-USA e.V. und im Verein ‚Partnerschaft der Parlamente‘, der Kontakte zu amerikanischen Parlamenten pflegt und seine Arbeit als Vorsitzender der Checkpoint-Charlie-Stiftung. Alexander Longolius war Berlins ‚Atlantiker‘. Ebenso lag ihm daran, über die ehemalige Berliner Mauer zu schauen und den Kontakt zu den Machthabern in Ost-Berlin zu suchen, damit Erleichterungen für die Berlinerinnen und Berliner möglich wurden.

Alexander Longolius hat Großes geleistet für die allseitige Verständigung in Zeiten des Kalten Kriegs – und darüber hinaus. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und den erwachsenen Kindern.

Ich danke Ihnen, dass Sie sich zu Ehren des Verstorbenen erhoben haben.
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