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Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper für den verstorbenen Stadtältesten von Berlin und ehemaligen Abgeordneten Günter Straßmeir

14.01.2010 13:00, Abgeordnetenhaus, Plenum

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Walter Momper
14.01.2010, Abgeordnetenhaus, Plenum

- Es gilt das gesprochene Wort -

Am 24. Dezember 2009 starb Günter Straßmeir im hessischen Büdingen im Alter von 80 Jahren. Mit Günter Straßmeir verliert Berlin einen Vollblutpolitiker, der mehrere Jahrzehnte seines Lebens für unsere Stadt Dienst geleistet hat.

Am 20. Juni 1929 wurde Günter Straßmeir in Röthenbach in Franken geboren. Sein Abitur legte er 1947 in Berlin ab. Ein Studium der politischen Wissenschaften an der deutschen Hochschule für Politik schloss sich an, 1954 legte er die Diplomprüfung ab.

Nach dem Studium war Günter Straßmeir als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule tätig. Seit 1955 arbeitete er beim Senator für Inneres und in der Senatskanzlei. In seinem Bezirk Berlin-Wilmersdorf wurde der Christdemokrat Straßmeir 1964 in die Bezirksverordnetenversammlung gewählt und war stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. Ein Jahr später wurde ihm das Amt des Stadtrates für Finanzen und Wirtschaft anvertraut. Günter Straßmeir leitete das Ressort von 1965 bis 1971 und arbeitete ein weiteres Jahr als Volksbildungs­stadtrat.

Achtzehn Jahre lang - von 1972 bis Januar 1991 - vertrat Günter Straßmeir als Mitglied des Deutschen Bundestages Berlin in Bonn. Er leitete mehrere Jahre die Arbeitsgruppe ‚Verkehr’ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 1989 wurde Günter Straßmeir Parlamentarischer Staatssekretär und Bevollmächtigter der Bundes­regierung in Berlin.

Mit der Einheit Deutschlands wurde diese Dienststelle am 31. Dezember 1990 auf­gelöst. Bei der Wahl schied der Christdemokrat aus dem Parlament aus. 1991 wurde Günter Straßmeir in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt und wirkte hier bis November 1995.

Der parteipolitische Weg Günter Straßmeirs begann 1956, als er Mitglied der CDU wurde. Zehn Jahre lang - von 1969 bis 1979 - führte er den Kreisverband der CDU Wilmersdorf. In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts diente er seiner Partei von 1981 bis 1985 erst als Generalsekretär in Berlin. Von 1986 bis 1987 war er stell­vertretender Landesvorsitzender der Berliner CDU.

1998 wurde Günter Straßmeir die Ehre zuteil, zum Stadtältesten von Berlin ernannt zu werden. Mit dieser Würdigung hob der Senat die besonderen Verdienste hervor, die sich Günter Straßmeir um die Wiedervereinigung erworben hatte.

Günter Straßmeir engagierte sich durch vorgelebte Pflichterfüllung und großen Gemeinsinn in seinen verschiedenen Funktionen. Berlin schuldet ihm für seinen unermüdlichen Einsatz als Stimme Berlins im Deutschen Bundestag und als Bundesbevollmächtigter Dank.

Wir trauern mit seiner Frau und seinen Söhnen. Das Abgeordnetenhaus von Berlin wird Günter Straßmeir ein ehrendes Andenken bewahren.

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