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Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, für den verstorbenen ehemaligen Abgeordneten Peter Vetter

11.06.2009 13:00, Abgeordnetenhaus, Plenum

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Walter Momper
11.06.2009, Abgeordnetenhaus, Plenum

(zu Beginn der Plenarsitzung am 11.Juni 2009)

- Es gilt das gesprochene Wort -

Am 8. Juni 2009 ist der frühere Abgeordnete Peter Vetter im Alter von 67 Jahren verstorben. Mit Peter Vetter verliert Berlin einen engagierten Politiker, der über 35 Jahre in Berlin in der Landespolitik und der Verbandsarbeit tätig war.

Peter Vetter, 1941 in Karlsbad geboren, begann nach Haupt- und Handelsschule eine Lehre als Orthopädie-Mechaniker, die er 1960 mit der Gesellenprüfung abschloss. Von 1962 bis 1977 arbeitete er als Mechaniker. In den Folgejahren war er Geschäftsführer in verschiedenen Senioren-, Heimbetreuungs- und Krankenheimen.

Peter Vetter gehörte während seiner politischen Laufbahn von April 1975 bis Januar 1991 als Mitglied der CDU-Fraktion dem Abgeordnetenhaus von Berlin an.

Während seiner 16jährigen Parlamentszugehörigkeit gehörte er ununterbrochen dem Präsidium des Hauses an. Bei zahlreichen offiziellen Anlässen und Veranstaltungen vertrat er mit großer Souveränität das Berliner Parlament.

Peter Vetter setzte seine besonderen Schwerpunkte in der Gesundheits- und Sozialpolitik und war zehn Jahre Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Abgeordnetenhauses. Darüber hinaus arbeitete er in seiner langen parlamentarischen Arbeit im Geschäftsordnungsausschuss, im Innenausschuss und im Ausschuss für Frauenfragen.

Peter Vetter war seit 1959 Mitglied der CDU in Berlin. Er diente seiner Partei in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Ortsvorsitzender und als Mitglied des Kreisvorstandes in Tiergarten.

Darüber hinaus engagierte sich Peter Vetter im vorpolitischen Raum in zahlreichen Vereinen und Verbänden. Er war Mitglied im Landesbeirat für Behinderte und im Beratenden Ausschuss für Behinderte bei der Hauptfürsorgestelle.

Besonders möchte ich an dieser Stelle an sein langjähriges Engagement im Sozialverband Deutschland erinnern. 1985 trat er diesem Verband, der sich damals noch Reichsbund nannte, bei und leitete von 1987 an zunächst den Landesverband Berlin und später bis 2007 den Landesverband Berlin-Brandenburg. Von 2001 bis 2003 lenkte er als Präsident die Geschicke des Sozialverbandes Deutschland.

Peter Vetter hat sich in seinem sozialpolitischen Engagement in besonderer Weise für die Rechte behinderter Menschen eingesetzt. Ihm war es vor allem wichtig, chronisch Kranken und behinderten Menschen bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Ansprüche zur Seite zu stehen.

Der Christdemokrat Peter Vetter hat sich mit seiner Arbeit über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg hohes Ansehen erworben. Wir nehmen Abschied von unserem ehemaligen Kollegen Peter Vetter und gedenken seiner in Hochachtung.

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