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Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper für die verstorbene ehemalige Abgeordnete Doris Schneider

03.03.2011 13:00, Plenum

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Walter Momper
03.03.2011, Plenum

- Es gilt das gesprochene Wort -

Das Abgeordnetenhaus von Berlin trauert auch um Doris Schneider, die dem Landesparlament von 1985 bis 1995 angehörte. Doris Schneider starb am 21. Februar 2011 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Mit ihr verliert Berlin eine engagierte Politikerin, die über 20 Jahre in der Landes- und Kommunalpolitik Berlins war.

Doris Schneider wurde am 9. September 1934 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Freien Universität Berlin Geschichte und Germanistik. 1960 machte sie ihr Staatsexamen. Sie war verheiratet und zog zwei Kinder groß. Durch die Arbeit als Elternsprecherin der Heiligenseer Erpelgrundschule begann ihr Engagement im Bildungsbereich.

Doris Schneider trat 1972 der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei und widmete sich vorrangig schulpolitischen Themen. Sie diente ihrer Partei jahrelang als stellvertretende Kreisvorsitzende in Reinickendorf und als Kreis- und Landesdelegierte. Ab 1982 war sie Mitglied des Landesvorstandes und bis 1986 auch des Parteirates der SPD. Als Mitglied des Kreis- und Landesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft sozial-demokratischer Frauen setzte sie sich für die Gleichstellung der Frauen in der Politik ein.

Doris Schneider war von 1979 bis 1985 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf. Von 1985 bis 1995 gehörte sie als Mitglied der SPD-Fraktion dem Abgeordnetenhaus von Berlin an. Während ihrer 10-jährigen Zugehörigkeit zum Landesparlament lag der Schwerpunkt ihrer Arbeit im Bereich der Bildungspolitik. Sie vertrat ihre Fraktion im Ausschuss für Schulwesen, in dem sie auch Vorsitzende war und in den Ausschüssen für Jugend und Familie und für Wissenschaft und Forschung.

Doris Schneider war Mitglied der Arbeiterwohlfahrt und engagierte sich in verschiedenen Kuratorien, so des Lette-Vereins. Ihre humanistische Bildung und große Belesenheit machte sie, auch nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik, zu einer interessanten Gesprächspartnerin.

Wir nehmen Abschied von unserer ehemaligen Kollegin Doris Schneider und gedenken ihrer mit Hochachtung. Sie wird unvergessen bleiben.

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