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Gedenkworte für den verstorbenen ehemaligen Abgeordneten Friedrich von Kekulé

02.04.2009 13:00, Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenum

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Walter Momper
02.04.2009, Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenum

Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, für den verstorbenen ehemaligen Abgeordneten Friedrich von Kekulé
(zu Beginn der Plenarsitzung am 2. April 2009)

- Es gilt das gesprochene Wort -

Zu Beginn der heutigen Plenarsitzung habe ich eine traurige Pflicht zu erfüllen und bitte Sie, sich zu erheben.

Am 15. März 2009 ist der frühere Abgeordnete Friedrich von Kekulé im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit in Berlin verstorben. Mit Friedrich von Kekulé verliert Berlin einen engagierten Politiker, der über 27 Jahre in der Landes- und Kommunalpolitik in Berlin und in Brandenburg tätig war.

Friedrich von Kekulé wurde am 16. Dezember 1930 in Weimar geboren. Er wuchs in Berlin und Brandenburg an der Havel auf. Nach der Realschule absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung. Es schlossen sich Tätigkeiten im Großhandel, in der Industrie, als Mitinhaber eines Betriebes sowie als Geschäftsführer eines Druckbetriebes an.

Von 1969 bis 1981 gehörte er als Mitglied der CDU-Fraktion dem Abgeordnetenhaus von Berlin an. Während seiner 12jährigen Parlamentszugehörigkeit setzte Friedrich von Kekulé besondere Schwerpunkte in der Europa- und Kulturpolitik. Er vertrat seine Fraktion im Hauptausschuss, im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, dem Verkehrsausschuss und im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst.

Schon früh engagierte sich Friedrich von Kekulé in der Europäischen Bewegung. Als Landesvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten, später als Landesvorsitzender der Europa-Union Berlin, Präsidiumsmitglied der Europa-Union Deutschland und Mitglied des Bundeskomitees der Union Europäischer Föderalisten setzte er sich über Jahrzehnte hinweg nachhaltig für das Zusammenwachsen der Völker Europas ein.

Mit großer Leidenschaft unterstützte er das Theaterleben und die Kunst in unserer Stadt und leitete über viele Jahre die Geschicke der Theatergemeinde Berlin.

Seit 1959 war Friedrich von Kekulé Mitglied der CDU in Berlin. Er diente seiner Partei unter anderem als Mitglied des Vorstandes im Ortsverband und im Kreis Charlottenburg.

Friedrich von Kekulé kehrte nach der Wende 1993 in die Stadt seiner Jugend, nach Brandenburg an der Havel, zurück. Als Mitglied und als Vorsitzender der Stadtverordneten-versammlung trug er in vielfältiger Weise zum gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Neuanfang der Havelstadt bei.

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste hat ihm der Bundespräsident am 8. September 1981 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Der Christdemokrat Friedrich von Kekulé war ein Mann der leisen Töne, der sich mit seiner Arbeit über die Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen erworben hat. Wir nehmen Abschied von unserem ehemaligen Kollegen Friedrich von Kekulé und gedenken seiner in Hochachtung.

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