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Gedenkworte für den verstorbenen ehemaligen Abgeordneten Heinz Schicks

27.11.2008 13:00, Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenarsaal

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Walter Momper
27.11.2008, Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenarsaal

Gedenkworte des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Walter Momper für den verstorbenen ehemaligen Abgeordneten Heinz Schicks, 27. November 2008, 13.00 Uhr, Plenum

- Es gilt das gesprochene Wort -

Plötzlich und unerwartet starb am 12. November 2008 Heinz Schicks im Alter von 75 Jahren. Mit Heinz Schicks verliert Berlin einen engagierten Politiker, der in der CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin über vier Wahlperioden hinweg von 1975 bis 1989 an der Gestaltung unserer Stadt mitgewirkt hat. Bis zuletzt engagierte er sich im Verein der ehemaligen Abgeordneten als Schatzmeister.

Insbesondere die Gesundheitspolitik lag dem Christdemokraten Heinz Schicks am Herzen. Jahrzehntelang arbeitete er beruflich und politisch für das Gesundheitswesen. Sein Schwerpunkt lag dabei auf dem Engagement für hilfsbedürftige, behinderte und kranke Menschen. Nachdem er auf eigenen Wunsch aus dem öffentlichen Dienst ausgeschieden war, wo er in der Gesundheitsabteilung des Bezirksamts Kreuzberg tätig war, übernahm Heinz Schicks leitende Aufgaben im Caritas-Verband.

In den 14 Jahren seiner Zugehörigkeit zum Abgeordnetenhaus trat er besonders als langjähriger gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion hervor. Für seine herausragenden Verdienste wurde Heinz Schicks 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Heinz Schicks hatte nach dem Gymnasium seinen beruflichen Werdegang mit einer Verwaltungsausbildung begonnen. Er stieg auf in den gehobenen und später in den höheren Dienst des Landes Berlin. 1974 entschied er sich, die Beamtenkarriere aufzugeben, und trat bei der Caritas als Krankenhausreferent und als Geschäftsführer der Krankenhäuser an. Neben der hauptberuflichen Tätigkeit arbeitete er als Vorstandsmitglied der Berliner Krankenhausgesellschaft und als Mitglied des Landespflegesatzausschusses. Außerdem vertrat er seinen Verband in der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege.

1963 wurde Heinz Schicks Mitglied der Christlich Demokratischen Union und wirkte ab 1965 als Ortsvorstandsmitglied, später als Vorsitzender seiner Partei in dem Ortsverein. Seit 1971 diente er seiner Partei als stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands der CDU Kreuzberg und wurde 1981 deren Vorsitzender, wo ich ihn als sein sozialdemokratischer Widerpart gut kennen und schätzen gelernt habe.

Heinz Schicks war ein gradliniger, offener und zuverlässiger Politiker. Er wird uns allen als gesundheitspolitischer Experte und als freundlicher und einfühlsamer Mensch in Erinnerung bleiben,der ein Vorbild für bürgernahe Politik in unserer Stadt war.

Wir gedenken Heinz Schicks in Hochachtung.

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