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Grußwort des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin Ralf Wieland anlässlich des 'Parlamentarischen Abends' der Einstein-Stiftung

19.05.2016 19:00, Abgeordnetenhaus, Raum 311

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Ich möchte Ihnen heute Abend sehr gerne die Grüße des Berliner Landesparlaments überbringen und freue mich, dass Sie der Einladung der Einstein-Stiftung gefolgt sind.

Ich bin gerne dem Wunsch gefolgt, dieses Haus für den Parlamentarischen Abend der Einstein-Stiftung zu öffnen.

Es bleibt dabei: Die Wissenschaft ist einer der wichtigsten Faktoren für die Zukunftsfähigkeit Berlins.

Und weil das so ist, heiße ich Sie alle besonders willkommen hier bei uns im Abgeordnetenhaus.

Meine Damen und Herren,

Berlin ist eine wachsende Stadt.

Wir stehen deshalb vor großen Herausforderungen, auch in der Wissenschaftspolitik.

Unser Ziel muss dabei sein, den Wissenschaftsstandort Berlin noch stärker und noch attraktiver zu machen.

Denn Forschung und Lehre sind eine wichtige Zukunftsressource.

Damit das so bleibt, müssen wir auch in der Politik und hier im Landesparlament die Rahmenbedingungen weiter so gestalten, dass die Dynamik der Stadt auch auf diesem Gebiet unserer Gesellschaft erhalten bleibt.

Meine Damen und Herren,

Berlin ist in der Wissenschaft gut aufgestellt.

Beim DFG-Forschungsranking belegt die Stadt in Deutschland einen vorderen Rang. Im Exzellenzwettbewerb waren die Berliner Hochschulen erfolgreich und werden dies hoffentlich auch bei der nächsten Auswahl bleiben.

Mehrere hundert Millionen Euro werben unsere Hochschulen Jahr für Jahr ein. Allein Berlins vier Universitäten erzielen eine Wertschöpfung von 1,7 Milliarden Euro im Jahr.

Mit über 70 Instituten haben wir die stärkste außeruniversitäre Forschungslandschaft in Deutschland.

Und auch diese Zahl ist interessant: 3,6 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes wird in Berlin für Forschung und Entwicklung ausgegeben – damit liegt Berlin an zweiter Stelle hinter Baden-Württemberg.

Das sind insgesamt Tendenzen, die deutlich machen: Berlin hat im Wissenschaftsbereich eine eindrucksvolle Bilanz aufzuweisen.

Gleichwohl: Das ist uns nicht in den Schoß gefallen.

Vielmehr war es ein langer und auch harter Weg, bis unsere Stadt zum Spitzenstandort für Wissenschaft und Forschung wurde.

Aber es war Strategie, das darf man auch mal betonen.

Am Anfang stand die Eruierung interessanter Zukunftsbranchen mit Wachstumspotenzial.

Da ist zu allererst die Gesundheitswirtschaft zu nennen.

Die Energietechnik, die Mobilität, die Logistik, Medien und neue Informations- und Kommunikationstechniken gehörten ebenso dazu.

Die Förderung dieser Branchen war dann auch sehr erfolgreich.

Davon zeugt inzwischen die rasante Entwicklung der Technologieparks Buch und Adlershof.

Meine Damen und Herren,

wir sind heute Abend hier, weil wir von der Einstein-Stiftung eingeladen wurden.

Ich möchte deshalb noch kurz etwas zu unserem Gastgeber sagen.

Mit Blick auf die Einstein-Stiftung lässt sich wohl festhalten: Aller Anfang war schwer.

Das hat uns hier im Haus beschäftigt, aber auch der Rechnungshof hob mahnend den Zeigefinger.

Zum Glück haben wir nun diese Anfangsschwierigkeiten hinter uns gelassen.

Denn inzwischen hat sich die Einstein-Stiftung als ein exzellentes, zusätzliches Förderinstrument erwiesen, auf das wir in Berlin durchaus stolz sein können.

Die Einstein-Stiftung genießt mittlerweile ein ausgezeichnetes Renommee – auch im Ausland.

Sie sorgt mit dafür, dass Top-Wissenschaftlerinnen und –Top-Wissenschaftler in unsere Stadt kommen.

Doch was mir eigentlich noch wichtiger erscheint: Sie fördert den talentierten Nachwuchs.

Und da sie es mit internationaler Ausrichtung tut, fördert sie die Entstehung hoch spannender Netzwerke, die der globalen Verankerung des Wissenschaftsstandortes Berlin spürbar weiter hilft.

Ich sage das auch mit Blick auf die Tendenzen in Europa, sich auf das eigene Land zurückzuziehen: Für die Forschung und die Wissenschaften sind derartige Entwicklungen Gift.

Das kann niemand ernsthaft wollen.

Meine Damen und Herren,

Wissenschaft schafft Fortschritt.

Und das kommt den Menschen bei der Lebensorganisation ganz allgemein zugute.

Von jeher und überall.

Eines bleibt wahr: die Geschichte der Menschheit ist eine Fortschrittsgeschichte.

Dazu tragen Wissenschaft und Forschung entscheidend bei.

Nicht in einem linearen Sinn, wenn der amerikanische Wissenssoziologe Thomas S. Kuhn recht hat.

Sondern durch wissenschaftliche Revolutionen, durch verändertes Denken.

Kuhn nannte dies Paradigmenwechsel.

Bleiben wir also auf der Suche nach jungen Forschern und Wissenschaftlern, die quer denken.

Mit der Einstein-Stiftung haben wir dafür eine wichtige Institution in unserer Stadt.

Vielen Dank.
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