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Rede zur Eröffnung des 3. Europäischen Monats der Fotografie >Noch nie gesehen<

01.11.2008, Berlinische Galerie

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Walter Momper
01.11.2008, Berlinische Galerie

Rede des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, zur Eröffnung des 3. Europäischen Monats der Fotografie, >Noch nie gesehen< am 1. November 2008 in der Berlinische Galerie
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- Es gilt das gesprochene Wort -

Ich begrüße Sie herzlich zur Eröffnung des 3. Europäischen Monats der Fotografie in Berlin und zur heutigen Vergabe des Alcatel-Preises in der Berlinischen Galerie. Im Namen von Senat und Abgeordnetenhaus möchte ich ganz besonders die anwesenden Künstlerinnen und Künstler begrüßen, die ihre Werke für einen Monat in den Berliner Galerien und Kultureinrichtungen ausstellen.

Alle zwei Jahre verwandelt sich Berlin im November zum Ort internationaler Fotoausstellungen. Der Monat der Fotografie in Berlin schafft dieses Jahr einen Rahmen für 140 Fotoausstellungen an 121 verschiedenen Orten zu vielen ganz verschiedenen Themen. Das Festival bietet den Foto-Künstlerinnen und Fotokünstlern eine ideale Präsentationsfläche und verschafft dieser Kunstform breiten Raum. Einen Monat lang wird die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Kunstwerke der Fotografie und die dahinter stehenden Künstlerinnen und Künstler gelenkt. An dem kontinuierlich gestiegenem Interesse zeigt sich zum einen die wachsende Bedeutung des Mediums Fotografie, zum anderen aber auch die steigende Bedeutung Berlins als ein europäisches Zentrum fotografischer Aktivitäten.

Mit der Festival-Eröffnung in Berlin werden zeitgleich auch Fotografie-Festivals in Bratislava und Paris eröffnet. Luxemburg, Moskau und Rom werden große Fotoausstellungen im Frühjahr 2009 präsentieren. Der Europäische Monat der Fotografie ist das größte Festival zur Förderung der europäischen Foto-Szene und fand 2004 erstmals in Berlin, Paris und Wien statt. Seit 2006 sind auch Bratislava, Luxemburg, Moskau und Rom Teil des europäischen Netzwerkes. Das Festival ist ein Beispiel für ein gemeinsames Projekt europäischer Kultur.

Diese Kooperation ist vor allem der Initiative der drei Bürgermeister Klaus Wowereit (Berlin), Bertrand Delanoe (Paris) und Michael Häupl (Wien) zu verdanken. Klaus Wowereit hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen. Mit dem Europäischen Monat der Fotografie zeigt sich Berlin als weltoffene Metropole, die den Austausch mit den großen Städten Mittel- und Osteuropas nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auch auf kulturellem Gebiet vorantreibt und so ganz bewusst die Gemeinsamkeiten der europäischen Kultur betont.

Erstmals steht der Europäische Monat der Fotografie unter einem Motto: „Noch nie gesehen“. Diese Devise hat die Entdeckerfreude und die Innovationslust der teilnehmenden Institutionen beflügelt. Die Museen sind ihre Sammlungsbestände durchgegangen, um noch nie gezeigtes in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Kulturinstitutionen haben an sich selbst höchste Ansprüche gestellt, um interessante Beiträge zu leisten und private Galerien haben sich bemüht, besonders innovative Anstöße zu aktuellen Tendenzen des Mediums Fotografie zu geben. Eine ansehnliche Gesamtbilanz steht also zu erwarten.

Selbst das Berliner Abgeordnetenhaus wird sich mit den vom Pariser Bildjournalisten Léon Herschtritt im Dezember 1961 aufgenommenen Mauer-Fotos am Europäischen Monat der Fotografie beteiligen.

Der 3. Europäische Monat der Fotografie in Berlin setzt damit die Lust am Experiment fort. Nichts ist sicher, alles kann man auch anders sehen und erfahren. Die Bereitschaft zur Überprüfung überkommener Gewissheiten ist unübersehbar. Die Förderung neuer Betrachtungsweisen steht im Vordergrund. Die Rolle der Fotografie bei der Erweiterung und Veränderung der menschlichen Wahrnehmung bleibt thematischer Leitfaden der Ausstellung.

Das Festival hat im November 2008 in Berlin eine Rekordbeteiligung erlebt. Auch dieses Jahr wird die Resonanz bei den Kulturfreundinnen und Kulturfreuden wieder groß sein. Dazu wird auch die interessante Kombination der drei Ausstellungen hier im Hause beitragen. In der Berlinischen Galerie sehen wir drei Ausstellungen:

Mutations II – Moving Stills"
So weit kein Auge reicht - Berliner Panoramafotografien aus den Jahren 1949-1952,
Hans Robertson – Die Berliner Jahre. Fotografien 1926 - 1933

Ich wünsche uns allen einen anregenden Monat voller interessanter Ausstellungen und Diskussionen. Ziel dieses kulturellen Austausches ist es, von einander zu lernen, sich auszutauschen und europaweit zu vernetzen. Mit dieser Zusammenarbeit, und dem Austausch wollen zur gemeinsamen europäischen Identität beitragen, sie festigen. Das ist ein wichtiges Ziel des kulturellen Austausches im Feld der Fotografie. Allen Ausstellungen des Monats wünsche ich ganz viele interessierte Besucher und uns allen hier einen spannenden Abend. Wir werden in der Fotografie sehen, was wir noch nie gesehen haben.

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