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Schließung des Generalkonsulats der Republik Korea

24.08.1999, Residenz des Generalkonsuls der Republik Korea in Berlin

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Prof. Dr. Herwig Haase
24.08.1999, Residenz des Generalkonsuls der Republik Korea in Berlin
Schließung des Generalkonsulats und des Abschieds von Generalkonsul und Frau Seung Eui Kim

Ein kluger Mann hat gesagt: "Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen, was man sonst nicht ausgesprochen hätte."

Sehr verehrte Frau Kim, sehr geehrter Herr Generalkonsul, ich bin überzeugt davon, dass Sie nicht erst beim Abschied all die Sympathie spüren, die Sie sich in den drei Jahren in Berlin erworben haben.

Sie haben Ihr Land in unserer Stadt mit großem Erfolg vertreten und Sie haben hier das Interesse für die Republik Korea intensiviert. Sie haben hier in Berlin aber auch viel Menschlichkeit und Zuneigung investiert und Brücken der Freundschaft gebaut.

Die Freundschaft zwischen Völkern - auch über große geografische Entfernungen hinweg - bildet ein festes Fundament für den Frieden in der Welt. Freundschaften und Partnerschaften zwischen Völkern sind auf internationaler Ebene heute politische Faktoren von hoher Bedeutung.

Was für die internationalen Beziehungen gilt, bestimmt auch unser persönliches Leben. Schon der griechische Philosoph Aristoteles hat gesagt:

"Zu den Tugenden gehört auch die Freundschaft, wenigstens ist sie mit Tugend verbunden; ferner ist sie das allernotwendigste zum Leben. Denn ohne Freunde möchte wohl niemand leben, auch wenn er alle Güter der Welt besitzt."

Sehr geehrte Frau Kim, sehr geehrter Herr Generalkonsul, Sie beide sind zu Freunden unserer Stadt geworden. Sie nehmen Abschied von Berlin zu einem Zeitpunkt, an dem die deutsche Hauptstadt zum politischen Entscheidungszentrum unseres Landes wird. Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat - und mit ihnen die diplomatischen Vertretungen - führen ihre Amtsgeschäfte jetzt in Berlin. Botschaften nehmen den Platz von Generalkonsulaten und Außenstellen ein. Für Berlin hat die Hauptstadt-Zukunft begonnen.

Nach jahrzehntelanger Teilung wächst unsere Stadt wieder zusammen. Heute hat Berlin seinen Standort im Herzen Europas. Hier in Berlin vereinigen sich die Erfahrungen aus Ost und West. Wir sind fest entschlossen, diesen Standortvorteil und die gewachsenen Kontakte nach allen Richtungen dafür zu nutzen, die deutsche Hauptstadt zu einer Brücke zwischen Ost- und Westeuropa zu machen. Berlin ist ein hervorragender Platz, um auf internationaler Ebene - auch über Europa hinaus - Ressourcen fruchtbar zu machen.

Die deutsche Hauptstadt blickt mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft. Auf dem Weg zur Metropole wird Berlin seine freundschaftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen über Grenzen hinweg weiter ausbauen.

Herr Generalkonsul, Sie und Ihre Gattin haben zur Freundschaft zwischen Koreanern und Deutschen einen großen Beitrag geleistet. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich.

Unseren Dank verbinden wir mit den besten Wünschen für Ihr persönliches Wohlergehen.

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