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Paul Szillat – Oberbürgermeister, Landtagsabgeordneter in Preußen, Häftling im KZ Oranienburg, Landtagsabgeordneter in Brandenburg, Häftling im Zuchthaus Brandenburg

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Inhalt
Paul Szillat lebte von 1888 bis 1958. Der Kommunalpolitiker und Gewerkschafter trat 1913 in die SPD ein. Er wurde zum Stadtkämmerer in Rathenow und Oberbürgermeister in Brandenburg gewählt und war ab 1925 Abgeordneter im Preußischen Landtag. Am 18. Mai 1933 begründete Paul Szillat die Ablehnung seiner Fraktion gegen das preußische Ermächtigungsgesetz. Danach wurde das von der NSDAP und der DNVP gemeinsam eingebrachte „Ermächtigungsgesetz“ in allen drei Lesungen im Eilverfahren mit „verfassungsändernder“ Mehrheit beschlossen, mit dem nach 234 Jahren Preußen seine Eigenstaatlichkeit verlor. Der resistente Sozialdemokrat – Paul Szillat – wurde 1933 verhaftet und im KZ Oranienburg misshandelt. Nach dem Ende der NS-Diktatur war er zunächst Befürworter der Vereinigung von SPD und KPD, wurde Mitglied der SED, aber auf Betreiben der SED-Führung abgesetzt und verhaftet. Nach monatelanger U-Haft wurde er 1951 vor ein DDR-Gericht zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. 1956 wurde Szillat aus der Haft entlassen und verließ die DDR.

Medienart
Broschüre, DIN A5, 68 Seiten
keine Schutzgebühr

Bestellung möglich

Herausgeber
Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
1. Auflage 2016
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