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Blick in den Plenarsaal und hauptsächlich die Flaggen für Deutschland, Berlin und Europa
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Gedenkworte der Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Cornelia Seibeld, zum Tod der Stadtältesten Hannelore Jahn, vor Eintritt in die Tagesordnung der Plenarsitzung

27.08.2026 10:00, Abgeordnetenhaus, Plenarsaal

Auch von der Berliner Stadtältesten Hannelore Jahn müssen wir Abschied nehmen.

Hannelore Jahn wurde 1941 geboren und wuchs im Soldiner Kiez im Ortsteil Gesundbrunnen auf. Diesem Teil unserer Stadt blieb sie über viele Jahrzehnte eng verbunden.

Mehr als 30 Jahre gehörte sie für die SPD der Bezirksverordnetenversammlung an – zunächst im Wedding, später im Bezirk Mitte. Fünf Jahre lang übernahm sie als Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung besondere Verantwortung.

Kommunalpolitik bedeutete für Hannelore Jahn dabei immer auch ganz konkrete Arbeit für die Menschen vor Ort. Ihr Engagement galt insbesondere dem sozialen Miteinander in ihrem Kiez.

Sie kümmerte sich um Angebote für Kinder, unterstützte nachbarschaftliche Hilfe und engagierte sich für die internationalen Partnerschaften des Bezirks.

Darin zeigt sich eine Haltung, von der unsere Demokratie lebt: Dort, wo man zu Hause ist, Verantwortung zu übernehmen.

Verantwortung übernahm Frau Jahn auch für ihre Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz. Sie war aktives Mitglied im Personalrat der Senatsverwaltung für Wirtschaft.

Für ihr langjähriges, gemeinnütziges Engagement wurde Hannelore Jahn 2021 die Stadtältestenwürde von Berlin verliehen.

Mit Hannelore Jahn verliert unsere Stadt eine engagierte Kommunalpolitikerin, die sich über Jahrzehnte für ihren Bezirk und die Menschen dort eingesetzt hat.

Das Abgeordnetenhaus von Berlin wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.