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Das Haus

Inge Deutschkron

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*1922

120. Ehrenbürgerin
Verleihung 26.06.2018

Inge Deutschkron sitzend

Inge Deutschkron / Foto: Thomas Platow, Landesarchiv Berlin

Inge Deutschkron wurde 1922 in Finsterwalde geboren und wuchs in Berlin auf. Den Besuch des Gymnasiums musste sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft 1939 abbrechen. Im selben Jahr emigrierte ihr Vater, der bereits 1933 wegen seiner SPD-Mitgliedschaft aus dem Schuldienst entlassen worden war, nach England. Ab 1941 musste Inge Deutschkron Zwangsarbeit in einer Kunstseidefabrik leisten. Es gelang es ihr, in der Blindenwerkstatt von Otto Weidt unterzukommen, der sie - wie etliche andere Jüdinnen und Juden - vor der Deportation bewahrte. Ab 1943 versteckte sie sich zusammen mit ihrer Mutter im Untergrund.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Inge Deutschkron nach Großbritannien. 1955 kehrte sie als Journalistin nach Bonn zurück. Den Frankfurter Auschwitz-Prozess verfolgte sie als Beobachterin. 1972 zog sie nach Israel, dessen Staatsbürgerin sie bereits 1966 geworden war, und setzte ihre journalistische Arbeit fort.

Seit 1992 lebte Deutschkron in Tel Aviv und Berlin, ab 2001 dann fest in Berlin, wo sie sich seither für die Würdigung der "Stillen Helden" - Menschen, die unter Lebensgefahr Juden retteten - einsetzt.
 

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