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Ein Stapel Zeitungen

150. Geburtstag Konrad Adenauers: Berlin würdigt seinen Ehrenbürger

Berlin erinnerte im Rahmen eines Festaktes an seinen Ehrenbürger Konrad Adenauer. Anlässlich seines 150. Geburtstages luden die Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Cornelia Seibeld, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, gemeinsam mit der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus zur Veranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion ein.

Parlamentspräsidentin Seibeld würdigte Adenauer als Staatsmann von historischer Weitsicht und als überzeugten Europäer.

„Adenauers Entscheidungen waren Entscheidungen mit Weitblick. Dabei ging es ihm keineswegs um Altruismus oder die Selbstaufgabe deutscher Interessen – ganz im Gegenteil. Europa war für ihn kein Selbstzweck. Es war das Mittel, um Frieden zu sichern, Freiheit zu schützen und nationale Alleingänge unmöglich zu machen. Dieses Denken ist heute von bemerkenswerter Aktualität. Adenauer wusste: Ein geeintes Europa hat Gewicht. Ein zersplittertes Europa ist erpressbar. Sein Vermächtnis ist eine bleibende Verpflichtung für uns.“

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, unterstrich die anhaltende Bedeutung des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland: „Konrad Adenauer hat die Westbindung Deutschlands, die europäische Einigung und den Nato-Beitritt entscheidend vorangebracht. Dafür wurde er vor 62 Jahren zum Ehrenbürger Berlins ernannt. Anlässlich seines 150. Geburtstages gedenkt Berlin der großen Verdienste Konrad Adenauers für Demokratie, Freiheit und Frieden. Sein Wirken bleibt unvergessen.“

Sabine Schößler, Geschäftsführerin der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus: „Konrad Adenauer kannte Berlin bereits seit den 1920er-Jahren gut: Als Präsident des Preußischen Staatsrats war er regelmäßig hier und verfügte über eine Dienstwohnung in der Hauptstadt der Weimarer Republik. Nach 1933 erlebte er Berlin als Zentrum des NS-Regimes und empfand einen ‚Horror vor dieser Stadt‘. Als Bundeskanzler bekräftigte er ihren Status als gesamtdeutsche Hauptstadt. Die Ausstellung im Konrad-Adenauer-Forum der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus erinnert an sein Wirken für Demokratie, Freiheit und Europa und an sein durchaus ambivalentes Verhältnis zur Stadt Berlin.“

Die Festansprache hielt Professor Dominik Geppert. In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Eberhard Diepgen, Doreen Franz und Michael C. Bienert über das politische Wirken Konrad Adenauers und seine Bedeutung für Berlin. Die Moderation übernahm Harald Asel.

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass das politische Erbe Konrad Adenauers auch 150 Jahre nach seiner Geburt lebendig ist. Sein Eintreten für Demokratie, Freiheit und europäische Verständigung bleibt Orientierung und Auftrag zugleich.