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Ein Stapel Zeitungen

Enthüllung einer Stele für den Filmpionier Karl Wolffsohn

Am Mittwoch, dem 13. Dezember 2023, wird um 14.00 Uhr am Stölpchenweg/Kohlhasenbrücker Straße   eine  regionalhistorische Informationsstele der Öffentlichkeit übergeben. Sie erinnert an den Filmpionier Karl Wolffsohn, der von 1924 bis 1938 am Stölpchensee lebte. Gestaltet wurde die Stele nach einem Entwurf von Karin Rosenberg.

Zur Enthüllung sprechen die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses Cornelia Seibeld, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport Cerstin Richter-Kotowski und der Enkel von Karl Wolffsohn, Prof. Dr. Michael Wolffsohn.

Auszug aus dem Stelentext:

Am Südostufer des Stölpchensees, direkt am heutigen Griebnitzkanal, lebte von 1924 bis 1938 Karl Wolffsohn (1881 – 1957) mit seiner Familie. Er zählte zu den Pionieren der deutschen Film- und Unterhaltungsindustrie und war Mitbegründer sowie ab 1937 alleiniger Eigentümer der heute denkmalgeschützten Wohnanlage Gartenstadt Atlantic mit dem Großkino „Lichtburg“ in Berlin-Gesundbrunnen. 1924 pachtete Karl Wolffsohn das rund 7500 qm große Grundstück einschließlich Landvilla, Gärtnerhaus und Bungalow. Hier, in unmittelbarer Nähe der Filmstadt Babelsberg, traf sich bei Karl und Recha Wolffsohn (1887 – 1972) fortan die damalige Welt des Films.
Im August 1938 kam Karl Wolffsohn in Gestapo-‚Schutzhaft‘. Er hatte sich geweigert, die Gartenstadt Atlantic und das Kino ‚Lichtburg‘ ‚arisieren‘ zu lassen. In der ‚Schutzhaft‘ wurde er schließlich gezwungen, die Enteignung seines Besitzes hinzunehmen, und wurde daraufhin im Februar 1939 aus der Haft entlassen. Im März 1939 floh er nach Britisch-Palästina. Das war gleichbedeutend mit dem Verlust seines gesamten Vermögens, einschließlich seines Anwesens am Stölpchensee.“

 

Wort-/Bild-Termin

Mittwoch, 13. Dezember 2023, 14.00 Uhr
Stölpchenweg/Kohlhasenbrücker Straße, 14109 Berlin